Plastikfasten-Kolumne Tag-36

Bunte Strände, buntes Meer

Im Januar 2017 erlebten Einheimische und Gäste auf Langeoog „frühe Ostern“: Der Strand war übersät mit Zehntausenden von bunten Plastik-Eiern. Ein Schiffscontainer mit „Überraschungseiern“ war bei Sturm über Bord gegangen. Schnell waren hunderte Kinder mit erwachsenem Anhang auf den Beinen, um die Kapseln einzusammeln – sozusagen eine vorgezogene Ostereiersuche.

Ein großer Teil dieser und anderer Plastikteile aus mehreren havarierten Containern wurde jedoch von Wind und Wellen verteilt. Es kann hunderte Jahre dauern, bis sich größere Teile zu Mikroplastik zersetzt haben, aber auch dieses bleibt eine Gefahr für Meerestiere. Dreiviertel des Mülls im Meer besteht aus Plastik verschiedenster Größen. Zu 80% kommen die Einträge von Land aus, zu 20% aus der Schifffahrt bzw. Fischerei. Auf internationaler Ebene müssen Politik und Wirtschaft endlich handeln – auf lokaler Ebene können VerbraucherInnen durch ihr Konsumverhalten mitbestimmen, welche Rolle Plastik in der Umwelt zukünftiger Generationen spielen wird.

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