Plastikfasten-Kolumne Tag-34

Da lachen ja die Hühner!

Ein Paradebeispiel für eine abstruse Verpackung, im Supermarkt entdeckt: Zwei hartgekochte, geschälte Eier, mit Konservierungsstoffen versetzt, in einer Plastikschale, zum Preis von 1,50 Euro.

Die natürliche Eierschale ist eine geniale Verpackung. Sie ist nur etwa 4 mm dick, aber aus mehreren Schichten aufgebaut, die sie elastisch und gleichzeitig stabil machen. Ein Ei kann das 20fache seines Gewichtes tragen, ohne zu zerbrechen. Trotzdem kann das Küken die Schale beim Schlüpfen von innen öffnen. Etwa 10.000 Poren lassen das Ei „atmen“. Eine Membran verhindert das Eindringen von Keimen. Ohne Konservierungsstoffe. Nach Gebrauch kann die Eierschale auf den Kompost. Die Plastikschale ist nicht biologisch abbaubar.

Eine andere Form der Bequemlichkeit ist das Stangen-Ei. In Fabriken werden Eigelb und Eiweiß getrennt und neu zu hartgekochten Stangen zusammengebaut. In Plastik verschweißt und tiefgefroren werden sie an Bäckereien und Gastronomie geliefert, wo dann jedes Eibrötchen mit exakt gleichen Eierscheiben belegt wird.

Wie das genau funktioniert, erklärt Armin Maiwald in der „Sendung mit der Maus“.

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